Position MickMoon, Day 13
Wednesday, 19.03.2025
1200h UTC-3
13°04.4'N 049°50.4'W
Course 260°, 5kn, 16kn TWS, some clouds
Etmal: 104 nm 😕
ca. 1515 nm since Cabo Verde 🇨🇻
ca. 655 nm to go to Martinique 🇲🇶

Für meine Enkel Mathilde, Noortje, Felix, Romi, Clara und Marla:
🐬🐟🪼🐳🐡🐋🦈🦀
Heute ist Tag 13 unserer Reise über das Meer von Cabo Verde in die Karibik. Einer von vielen Tagen, die sich alle irgendwie gleichen. Wir sind in Fahrt, die ganze Zeit. Tag und Nacht. Das Boot fährt, angetrieben vom Wind in seinen Segeln. Zum Glück kein Sturm, zum Glück keine Flaute. Relativ gleichmäßig schnell, zwischen 3 und 7 Knoten.
3 Knoten sind langsam, machen ungeduldig, verleiten zum Spiel mit den Schoten, bis zur grundsätzlichen Änderung der Segel wie wir sie am Mast aufhängen. Immer mit dem Ziel, schneller zu werden und bremsende Strömungen zu verhindern. 3 Knoten sind drei Seemeilen pro Stunde, ungefähr 5-6 km/h. 3 Knoten sind langsam, um eine so lange Strecke von 2.100 Seemeilen zu absolvieren.
Meistens haben wir eine Geschwindigkeit von 5-6 Knoten, also etwa 9 - 11km/h. So schnell kann man noch Laufen, an Land. Auf dem Fahrrad ist diese Geschwindigkeit sehr bequem zu erreichen.
Unser Boot ist ein stäbiges, stabiles, seegängiges Boot. Kein Racer, kein sportlich schnelles Boot. Viel mehr ist unser Boot unter vielen Sicherheitsaspekten konstruiert. Mit großen Tanks für Trinkwasser und Diesel, mit einem langen Kiel und einem angehängtem Ruder mit Skeg, eine Art Flosse am Rumpf, vor dem Ruder, unter Wasser. Das macht nicht schnell, aber gibt uns auf dem Ozean Sicherheit. Gute Straßenlage sozusagen. Für die Berechnungen von Kurs und Strecke, von Dauer und Ankunftszeiten wählen wir meistens 5 Knoten. Ein gutes Mittel. Guter Durchschnitt bei Wind der Stärke 4 Beaufort. Die MickMoon braucht eher etwas mehr Wind, um 6 Knoten zu erreichen, sie ist ja auch schwerer als vergleichbare Boote dieser Länge. Schneller als 6 Knoten zu fahren macht Spaß. Dann sind wir schneller als der Durchschnitt und damit schneller als kalkuliert und eher am Ziel. Bei gutem Wind schaffen wir das .
Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Booten, die nicht flach auf dem Wasser gleiten, sondern das Wasser, in dem sie schwimmen verdrängen, durch ihre Länge beschränkt. Und zwar die Länge des Rumpfs, die unter Wasser ist. Die Länge der „Wasserlinie“. Das ist physikalisch so vorgegeben und mehr geht nicht. Mit einer nicht sehr komplizierten Formel errechnet sich die maximal erreichbare Geschwindigkeit für die MickMoon auf 7,5 Knoten, fast 14 km/h. Das ist dann schnell - für uns.
Wenn das Wasser wellig ist, bremsen die Wellen das Boot. Wie kleine Stöckchen, die auf dem Weg liegen. Wenn die Wellen hoch sind, und wir so eine hohe Welle bergab fahren, für einen kurzen Augenblick, dann zeigt der Geschwindigkeitsmesser auch schon mal mehr als 7,5 Knoten an. Das kommt dadurch, dass beim Bergabfahren die Geschwindigkeit des Boots im Wasser und die Geschwindigkeit der Welle, auf der das Boot fährt, zusammengezählt werden. Dann kommt mehr dabei heraus. Und Schnellfahren macht auch Spaß. Nur muss man aufpassen, dass das Boot dabei schön geradeaus fährt. Sonst fliegt es aus der Kurve, wenn es unten angekommen ist, und könnte dabei kentern. Oder fast kentern.
Zum Glück müssen wir bei unserer Fahrt über den Ozean keine Pause machen. Das Boot fährt auch Nachts weiter. Um das zu überwachen, wechseln wir uns ab mit schlafen und wach sein. Ein Auto wird abends auf den Parkplatz gestellt. Dann fährt es nicht mehr weiter und kommt nicht voran. Das Boot hat auf dem Meer viel Platz um sich herum. Da gibt es nur selten ganz wenige andere Schiffe oder Boote, die sich ausweichen müssen. Und unser Boot hat eine Selbststeueranlage, einen Autopiloten. Da muss man nicht immer selbst am Lenkrad stehen und steuern. Das macht dann das Boot von allein. So können wir einfach immer weiterfahren.
Nur aufpassen muss man immer selbst!
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Romi (Freitag, 21 März 2025 19:28)
Ich vermisse den Opa Jens, wann ist der wieder an Land?
Opa Jens (Samstag, 22 März 2025 16:57)
Noch drei Tage, dann sind wir angekommen
Umarme dich, Romi
Jens